Fachbach. Die Freiwillige Feuerwehr Fachbach übte jetzt erstmals alarmmäßig mit dem „neuen“ Löschfahrzeug LF 8. Ziel der Übung: ein glücklicherweise fiktiver Brand im Dorfgemeinschaftshaus. Das Übungsfazit vorweg: Fachbachs Feuerwehr-Chef Frank Kräber ist sowohl mit seiner Einheit, als auch mit dem „neuen“ Fahrzeug hochzufrieden.
Warum die Anführungszeichen? Die Teileinheit Fachbach der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ems hat ein Fahrzeug quasi aus zweiter Hand erhalten. Nachdem die „Mutterwehr“ in der benachbarten Kurstadt ein neues so genanntes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) bekommen hat,  das dort erneuerte Fahrzeug wiederum den noch älteren Fachbacher Vorgänger. Mit immerhin schon 22 Jahren auf dem Buckel ist dieses nun noch nur halb so alt, wie das bis dahin in Fachbach vorgehaltene Löschfahrzeug. Die Fachbacher Feuerwehrmannschaft ist aber auch mit dem Gebrauchten hochzufrieden, jeder andere Ersatz, soweit überhaupt finanzierbar, wäre nur ein Staffelfahrzeug, also eine kleinere Variante gewesen. Der „Dinosaurier“, der 1968 in Dienst gestellte Vorgänger des aktuellen Löschfahrzeugs, wandert übrigens jetzt ins Museum, bzw. in die Hände eines Liebhabers. Die Fachbacher Wehr verfügt aber so durch die Übernahme weiterhin über ein vollwertiges Löschfahrzeug. Die Wehr in der kleinen Lahngemeinde übt nun seit Wochen die Abläufe mit dem „neuen“ Fahrzeug, jetzt wurde das Können erstmals unter einsatznahen Bedingungen abgefragt. „Natürlich gibt es immer etwas, was verbesserungsfähig ist, dafür üben wir ja. Das Übungsziel wurde aber auf jeden Fall erreicht, auch die Rettung der Person – in diesem Fall dargestellt durch einen ,Dummy‘ wäre im Ernstfall gelungen“, fasst Kräber zusammen.