Private Initiative sammelt jährlich für Elterninitiative am Kemperhof in Koblenz – 1740 Euro übergeben

Fachbach. Seit nunmehr 25 Jahren spenden Fachbacher für die Elterninitiative krebskranker Kinder am Kemperhof in Koblenz. Ursprünglich wurden die Erlöse aus dem Weihnachtsmarkt an den Verein übergeben, seitdem sich die Weihnachtsmarkt anders organisiert, wird die Spendenaktion von Fachbacher Bürgern weitergeführt. Stolzes Ergebnis: im Jubiläumsjahr kamen satte 1740 Euro zusammen.
„Das ist einetolle Summe, darauf könnt ihr stolz sein. Und noch mehr freut es mich, dass ich heute zum 25. Mal hier bei euch sein darf“, freut sich Helma Kutzner, die Vorsitzende der Elterninitiative krebskranker Kinder am Kemperhof in Koblenz e.V. „ Ich nehme das Geld mit in den Kemperhof, konkret brauchen wir es für die Nachsorgeschwester, die Kinder zu Hause ambulant und auch auf der Station, manchmal leider auch auf ,dem letzten Weg‘ im Kreise der Familie, betreut“, berichtet Helma Kutzner, die die Initiative in der Folge des Todes des eigenen Kindes vor nunmehr 31 Jahren 1994 ins Leben rief.
150.000 Euro braucht die Elterninitiative jedes Jahr, damit wurden bislang die onkologische Kinderklinik Kemperhof kindgerechter gestaltet, die medizinische Ausstattung und die psychologische Betreuung optimiert, eine Wohnung für die die stationäre Therapie begleitenden Eltern angeschafft und die häusliche Nachsorge ausgebaut. Die Fachbacher steuern regelmäßig etwas dazu bei. In diesem Jahr spendeten der Fachbacher Carnevals Verein, der Fischereiverein, das Gasthaus zum Engel, aber auch vor allem zahlreiche Fachbacher Bürger, von denen stellvertretend Hubert Wagner und Frank Kutscher genannt werden. Wagner rief die Aktion anlässlich des Weihnachtsmarktes vor nunmehr 25 Jahren ins Leben und ist immer noch gerne dabei, Frank Kutscher ist heute die treibende Kraft und sorgt für Spenden von Kunden aber auch durch den vorweihnachtlichen Mandelverkauf für „Umsatz“.
Auch im 27. Jahr des Bestehens der Elterninitiative gibt es für Helma Kutzner und ihr Team viel zu tun. „Es wird nicht weniger. Es sind sogar eher mehr Erkrankungen, aber die Heilungschancen sind heutzutage besser. Allerdings sind wir noch nicht bei 100 Prozent – und so lange mache ich auch weiter“, verspricht die engagierte Kamp-Bornhofenerin. Dabei müssen nicht immer ganze Dorfgemeinschaften sammeln oder Riesenbeträge zusammenkommen. Auch kleine Einzelspenden sind durchaus hilfreich: „Ich wäre auch für 50 Euro gerne gekommen. Wenn uns nachher genau der Betrag fehlen würde, um einer Familie mit einem erkrankten Kind zu helfen, wäre er ja auch wichtig“, so Helma Kutzner.
Neuestes Projekt der Elterninitiative: ein Erinnerungswald in der Nähe des Koblenzer „Rittersturz“. Der schließt eine weitere Lücke, die nur extrem Betroffene wirklich nachvollziehen können, die nämlich deren Kind eine Krebserkrankung nicht überlebt hat. In Großstädten endet die so genannte Liegezeit, die Nutzungsdauer einer Grabstätte, auch für Kindergräber, nach 20 Jahren. „Da ist die Erinnerung der Eltern an ihr verstorbenes Kind aber nicht einfach vorbei“, weiß Helma Kutzner aus eigener Erfahrung. Ein Baum im Erinnerungswald eifert jetzt getreu dem Motto „von der Erde zum Himmel“ eine wirklich dauerhafte Erinnerungsstätte.