Nievern. Bei bestem Kirmeswetter feierte Nievern am vergangenen Wochenende seine Kirmes. Traditionell ist die Nieverner Kirmes die erste Kirmes an der Unterlahn. In diesem Jahr konnte in der kleinen Lahngemeinde ein Jubiläum begangen werden: das „Lahnleuchten“, das Feuerwerk mit bengalischer Brückenbeleuchtung und Wasserkulisse durch die Freiwillige Feuerwehr am Kirmessamstag lockte zum zehnten Mal hunderte Zuschauer am Samstagabend ans Lahnufer.
MalwettbewerbDer „zweite Nieverner Heckbock-Rock“ mit der Gruppe Mallet aus Wiesbaden eröffnete die Kirmes am Freitagabend. Zweiter Gig des Abends: Ausnahmegitarrist Carlos – in der Region ein echtes Zugpferd – ergänzte die eher „harten“ Töne von „Mallet“ optimal. Mit dem Hochziehen der Kirmeskrone am Kirmesbaum begann der Kirmessamstag. Kindergarten und Grundschule Fachbach (da gehen auch die Nieverner, Früchter und Miellener Kinder hin) hatten sich mit Der Maxigruppe bzw. der vierten Klasse am Malwettbewerb zum Thema „Wie wünsche ich mir meinen Ort?“ beteiligt. Die Zeichnungen zeigten, wie Kinder sich ihre Gemeinde vorstellen, so waren zum Beispiel die Lahn zum aufgestauten Badesee, ein Discounter in Miellen („Damit die Mama nicht so weit zum Einkaufen fahren muss“ und eine Seilbahn vom Spielplatz im Fachbacher Ortsteil Oberau über die Lahn nach Nievern zu sehen. Ein Teil der Bilder schmückte die Kirmeskrone – andere waren schon vorab für die Prämierung im Malwettbewerb ausgesucht worden. Am Sonntag sorgten dann gleich zwei Fachbacher Mädchen für eine Sensation: Noeli Groß und Lisa-Marie Spitzlay waren die Sieger bei den Maxis, bzw den Viertklässlern und gewannen damit als Fachbacher den Nieverner Wettbewerb. Für einen Ausgleich auf Seiten der „Heckeböck“ sorgte Lena Nörteshäuser. Die Nievernerin vom Hühnerberg teilt sich den ersten Platz bei den Schulkindern mit ihrer Klassenkameradin Lisa.
Jörg Rademacher und sein Team von der Lahnsteiner Firma Action Light zündeten am Samstagabend zum 10. Geburtstag des „Lahnleuchtens“ ein Feuerwerk mit zahlreichen zusätzlichen Effekten. Das Feuerwerk hat sich inzwischen in der Region fest etabliert und steht den „großen Vorbildern“ in nichts nach. Dabei bietet das Nieverner Lahnleuchten gleich zwei Besonderheiten: die Feuerwehr sorgt mit Wasserwerfern für eine ungewöhnliche Feuerwerkskulisse und das Technische Hilfswerk aus Lahnstein übernimmt während der Sperrung der Lahnbrücke für Aufbau und Abschuss des Feuerwerks den „Taxidienst“ über die Lahn. Langanhaltender Applaus belohnte sowohl Feuerwerker, als auch Veranstalter und Mitwirkende Ehrenamtler für die Mühen.
Bei bestem Kirmeswetter waren auch die Frühschoppenveranstaltungen am Sonntag nach dem Gottesdienst und am Montag mehr als gut besucht.