Eigentlich sind auch die Gemeinderäte in den Sommerferien, bzw. in der Sommerpause. Nicht so in Fachbach: Ortsbürgermeister Dieter Görg hatte für Dienstag, den 4. Juli, fristgemäß zur gemeinsamen, öffentlichen Sitzung geladen. Zu wichtig waren die Entscheidungen, die zu treffen waren, zum Beispiel im Hinblick auf den sowieso knappen Zeitplan für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses. Diese muss in den Sommerferien weitergeführt werden (erste Maßnahmen  im Inneren des Gebäudes sind bereits angelaufen), zum Beispiel muss die an der Rückseite zum alten Schulbau angebrachte Nottreppe abgebrochen werden, damit dort der für die geforderte und vom Rat gewünschte Barrierefreiheit erforderliche Aufzugsschacht gemauert werden kann. Da gilt es übrigens die Ü-30 Party im Oktober im Auge zu behalten – sollte die neue Nottreppe am Aufzugsschacht dann noch nicht fertig sein, müsste ein provisorisches Treppengerüst installiert werden. Alles Dinge, die Ortsbürgermeister Dieter Görg im Blick hat, um gemeinsam mit dem Rat die nötigen Entscheidungen zeitgerecht zu treffen. „Ich bin extrem froh, dass wir mit Dieter Görg einen Fachmann für solche Projekte als Orts-Chef haben“, so SPD-Fraktionssprecher Willi Willig. „Dieter Görg hat durch seine berufliche Tätigkeit zuletzt im Bauamt der Verbandsgemeinde Loreley von der Materie und den nötigen Voraussetzungen so viel Detailkenntnisse, wie ein aus einem anderen Berufsfeld stammender ehrenamtlicher Kommunalpolitiker niemals mitbringen kann. Das ist ein enormer Vorteil für Fachbach“, ergänzt Matthias Wagner, der Vorsitzende der Fachbacher SPD. Unter anderem wurde auch noch über den Anbau eines Windfangs an den Eingang des DGH’s entschieden, damit die sicherlich nicht gerade günstige, sehr aufwändige und umfangreiche energetische Sanierung nicht dadurch verpufft, dass die Flügeltüren bei Veranstaltungen offen stehen. Auch über die Ausstattung und Gestaltung des Fahrstuhls, der neben der Barrierefreiheit auch das Handling des Vereins – und Veranstaltungslebens in Fachbach erleichtern soll. Auf Vorschlag von Ratsmitglied Heinz Keul (CDU) bleibt entgegen des Beschlussvorschlages der Verbandsgemeindeverwaltung der Riffelblechboden im Auftrag erhalten, damit ein Transport von Material ohne Beschädigung des Kabinenbodens möglich wird, teurere Bedienfelder und nur vermeintlich günstigere Maße lehnte der Rat aber nach Keuls Vorschlag und Erläuterung einstimmig ab. Weiterhin wurden alle zurzeit mögliche Beschlüsse gefasst und die entsprechenden Aufträge vergeben. Trotzdem werden noch Monate vergehen, bis das Dorfgemeinschaftshaus saniert ist und eine neue Heizungs- und Lüftungsanlage eingebaut ist. Ursprünglich war die fällige Sanierung der Heizungsanlage alleiniges Ziel der Bestrebungen im Gemeinderat, schnell wurde aber in den Beratungen klar, dass nur die umfassende Gesamtsanierung Sinn macht, zum Beispiel macht eine neue Heizung bei defekter Lüftung und kaputten Fenstern nur wenig Sinn. Außerdem gibt es entsprechende Fördermittel nur bei ganzheitlicher Herangehensweise und zuletzt spielen auch noch die aktuell extrem günstigen Zinskonditionen eine Rolle. Alles in allem nimmt die Gemeinde Fachbach trotzdem eine runde Million in die Hand um eine zukunftsfähige Veranstaltungshalle, die aber ja auch gleichzeitig als Schulturnhalle und Trainingsmöglichkeit für die Sportvereine genutzt wird.