„Hand in Hand“ – auch bei zwei Metern Abstand

Einkaufs- und Versorgungshilfe von Fachbachern für Fachbacher

„Ganz klar – in der Krise rücken wir Fachbacher zusammen“,
ist sich Ortsbürgermeister Dieter Görg sicher. Noch gibt es zwar keinen bestätigten
Corona-Fall in der Gemeinde Fachbach – allerdings ist es mehr als
wahrscheinlich, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis es entweder
Menschen in Quarantäne, Verdachtsfälle oder eben auch Infizierte geben wird.
Doch auch schon jetzt gibt es Menschen, die verunsichert sind, oder wegen
Vorerkrankungen das Haus nicht mehr verlassen können, wollen oder sollen.
Deshalb hat sich ein Kreis engagierter Fachbacher um Dieter Görg und Peter
Zahlten einen Plan zu entwickelt, wie eine ehrenamtliche Notfallversorgung für die
älteren und später auch eventuell infizierten Mitbürger organisiert werden
könnte.

  • Bestellungen bzw. Anforderungen werden zentral
    über den Ortsbürgermeister, bzw. dessen Frau Marita erfasst. Telefonisch kann
    das unter der bekannten Telefonnummer 02603/13649 oder auch wahlweise per
    E-Mail unter dgoerg54@gmx.de erfolgen.

  • Die Besorgungen oder Erledigungen wird ein Team
    von „jüngeren“ Fachbacher Freiwilligen erledigen. Die Personengruppe ab 60 aufwärts
    sollte aus gegebenem Anlass (Risikogruppe Covid-19) trotz lobenswerter
    Bereitschaft dieses Mal nicht zu den Aktiven gehören. Bislang liegen nach einer
    kurzen Abfrage eine handvoll Zusagen aus einigen Vereinen, zum Beispiel auch
    aus der Kirmesjugend vor. Weitere Freiwillige werden gesucht und können sich
    auch gerne über o.a. Kontakte bei Dieter Görg melden. Zu den Aufgaben zählt
    dann das Einkaufen und Ausliefern der Bestellungen.

Zurzeit klärt das Orga-Team um Dieter Görg eine
Vorfinanzierung der nötigen Einkäufe. „Schon jetzt müssen die direkten Kontakte
auf ein Minimum beschränkt sein, das gilt auch für Bargeld. Vor allem wenn erst
einmal bestätigte Infizierungen vorliegen, kann die Ware vor der verschlossenen
Tür abgestellt werden, über Gegensprechanlage oder bei geschlossener Tür
kommuniziert werden und die Summe online oder ggf. auch später gemäß
beiliegender Rechnung beglichen werden. Das dazu benötigte Geld –
schätzungsweise erstmal rund 1000 Euro – wird durch einen oder mehrere
Fachbacher Vereine vorgelegt. In einer funktionierenden Dorfgemeinschaft wie
bei uns in Fachbach, ist so etwas glücklicherweise kein Problem“, beschreibt
Görg das unbürokratische, zielgerichtete Vorgehen. Der erfahrene
Ortsbürgermeister befürchtet, dass so ein Ansinnen über normale behördliche
Genehmigungswege „wohl länger dauern würde als die Pandemie hoffentlich
andauert“.

Jetzt werden, wie geschildert, noch zusätzliche
ehrenamtliche Helfer gesucht. „Ich bin mir sicher, dass da im Dorf genug ‚Hände
hoch gehen‘, je mehr wir sind, desto besser. Und denkt dran, liebe Fachbacher –
wir alle müssen uns darauf einstellen, dass der eine oder andere vom Virus
erwischt werden wird, dann ausfällt und auch die Hilfe der Dorfgemeinschaft
benötigt“, so Dieter Görg.

Zusätzlich arbeitet die Orga-Gruppe daran, alle Fachbacher per Flugblatt in allen Haushalten mit einfach verständlichen, aktuellen Informationen zu versorgen. Natürlich werden die Informationen auch über Facebook, diese Internetseite, das Mitteilungsblatt und die regionale Presse veröffentlicht.